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Schulprogramm

Schule Am Leher Markt

Vorwort:

Mit dem vorliegenden Schulprogramm beschreibt die Gesamtkonferenz der Schule Am Leher Markt kein abgeschlossenes Ergebnis pädagogischer Arbeit, sondern den aktuellen Stand der Bemühungen um die Umsetzung ihrer Leitziele.

Unsere Schule ist in Bewegung. Wir reagieren auf Entwicklungen in unserem Umfeld, veränderte Bedürfnisse unserer Schüler*, ihrer Familien und der Umgebung, in der sie aufwachsen: 1995 wurden wir zur Gesamtschule, seit 2007 sind wir eine Ganztagsschule.

Wir sind stolz auf das Erreichte, aber wir formulieren auch Erwartungen: an uns selbst, unsere Schüler ihre Familien – und nicht zuletzt an diejenigen, die den Rahmen für unsere Arbeit schaffen. Denn nur dann, wenn die formulierten Rahmenbedingungen gewährleistet sind, können wir den Bedürfnissen unserer Schüler und den gewachsenen Anforderungen unseres Bildungsauftrags, der längst zu einem allgemeinen Erziehungsauftrag erweitert wurde, gerecht werden und die wesentlichen Bestandteile unseres Schulprogramms umsetzen.

Deshalb laden wir alle an der Schule Beteiligten ein, unsere Arbeit zu unterstützen: Schüler, Eltern, Bewohner des Stadtteils, die politischen Entscheidungsträger in Stadt und Land. Gemeinsam schaffen wir

EINE SCHULE FÜR ALLE.

* Wegen der besseren Lesbarkeit wird durchgängig die männliche Form verwandt.

1: Leitziele der Schule

  1. An unserer Schule steht das gemeinsame Lernen der Schüler im Mittelpunkt unserer pädagogischen Bemühungen. Unterschiedlichkeit sehen wir dabei als Bereicherung an.
  1. Begabungen und Interessen werden von uns gestärkt. Leistung wird von uns anerkannt, gefördert und gefordert. Lernen bedeutet für uns Wissen erwerben und in Handeln umsetzen.
  1. Soziales Lernen ist für uns unabdingbar an das gemeinsame Lernen gebunden. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, uns selbst und unsere Schüler in Kommunikationskompetenz, Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit weiter zu entwickeln und so das Selbstwertgefühl jedes Einzelnen zu stärken. Soziales Lernen soll dazu führen, Verantwortung zu übernehmen.
  1. Wir bereiten unsere Schüler auf das Leben in einer demokratischen Gesellschaft und auf die mündige Teilhabe am Arbeitsleben vor.
  1. Wir sind Agendaschule und somit verpflichtet, achtsam und nachhaltig mit Ressourcen – auch den eigenen- umzugehen. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Gesundheit.
  1. Schule ist für uns gestalteter Lebensraum, in dem sich alle an Schule Beteiligten wohl fühlen können. Sie öffnet sich dem Stadtteil und nutzt dessen Ressourcen. (Beschreibung der Leitziele s. Anhang S. 19 ff)

Bestandsaufnahme

1. Beschreibung der Schule

1.1 Lage – Einzugsgebiet – Gebäude

Die Schule Am Leher Markt liegt im Stadtteil Lehe. Sie umfasst die Jahrgängen 5 – 10 und wird von Schülern die in verschiedenen Stadtteilen wohnen, besucht. Der überwiegende Teil kommt aus Lehe, allerdings von 10 verschiedenen Grundschulen.
Das Gebäude der Schule wurde 1975 mit einer angrenzenden Vorschule gebaut. Diese wurde 1980 aufgelöst; seitdem werden die Räume als Klassenräume genutzt. Aufgrund ihrer geringen Größe können dort allerdings nur Gruppen bis zu 20 Schülern unterrichtet werden. Seit 1988 nutzte die SALM vier Klassenräume in der benachbarten Marktschule (Grundschule), diese wurden durch einen Anbau im Jahr 2006 ersetzt. Raumnot besteht aber weiterhin, da zwei Textilräume und der Musikraum als Klassenräume benutzt werden müssen.
Hinzu kam ebenfalls der Anbau einer Mensa, die von der Schule Am Leher Markt und der Marktschule gemeinsam genutzt wird.

1.2 Zahlen – Daten – Fakten

Die Schule Am Leher Markt ist seit 1994 Gesamtschule. Nach langen Diskussionsprozessen entstand sie aus einer Haupt- und Realschule mit OS.
Die Schule wird zur Zeit von 582 Schülern besucht. Davon haben 79 (13.6%) Schüler einen Migrationshintergrund. Den Hauptanteil machen 38 türkischstämmige Schüler aus, gefolgt von 12 russischstämmigen. Insgesamt sind 20 „Nationen“ an der Schule vertreten.
Im letzten Jahr verließen 6,5% der Schüler die Schule ohne Abschluss, 36,4% erreichten den erweiterten Hauptschulabschluss, 29,9% den Realschulabschluss und 27,3% die Versetzung in die Gymnasiale Oberstufe.
Die soziale Zusammensetzung ist breit gefächert und spiegelt so die Zusammensetzung des Stadtteils Lehe wider.
An der Schule arbeiten 46 Lehrer und 3 Sozialpädagogen, eine Schulpsychologin ist an einem Vormittag der Woche vor Ort, ebenso arbeitet eine Sozialpädagogin im präventiven Bereich der Schulvermeidung.
Die Jahrgänge sind im Schulgebäude nach Jahrgangsfluren räumlich so untergebracht, dass sich für Schüler und Lehrer Überschaubarkeit und Kommunikation untereinander ergibt. Dieses ist aber nicht immer einzuhalten, weil wir in einigen Jahrgängen über der vorgesehenen 4-Zügigkeit liegen.
Die Schule verfügt über eine Mensa, die von zwei Hauswirtschafterinnen betrieben und gemeinsam mit der benachbarten Grundschule genutzt wird.
Die Bibliothek der Schule der Schule ist zur Zeit noch relativ klein (600 Bücher) und soll stärker zu einer Arbeitsbibliothek ausgebaut werden.
Seit vielen Jahren gibt es für alle Jahrgänge der Schule die offene Pause. Den Schülern ist es erlaubt, auch in den Pausen in den Klassenräumen zu bleiben, um ihren Diensten nachzugehen oder die Klasse als Ruhe- und Rückzugsraum zu nutzen.
Seit dem Schuljahr 2006/07 ist die SALM offene Ganztagsschule mit einem Mittag-essenangebot, einer Hausaufgaben- und Förderzeit zwischen 13.30 und 14.30 Uhr und Interessensangeboten von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr. Für die 50 angebotenen Kurse gab es im Schuljahr 2007 259 Anmeldungen

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1.4 Kernelemente der pädagogischen Arbeit

Folgende Elemente kennzeichnen die pädagogische Arbeit der SALM:

Lernen in der Agendaschule

  •   Soziales Lernen und Übernahme von Verantwortung
  •   Achtsamer Umgang mit Ressourcen und Müllvermeidung
  •   Internationale Partnerschaft

Binnendifferenzierung

  •   Kleinklassenmodell
  •   Arbeitstechniken und Unterrichtsmethoden
  •   Leistungsbewertung und Beratung
  •   Projektlernen im Fachunterricht

Wahlpflichtunterricht ab Jahrgang 6

  • Integrierte Naturwissenschaften bis Jahrgang 8
  • Lebens- und Berufsorientierung
  • Informationstechnische Grundbildung

1.4.1 Lernen in der Agendaschule

Wir verstehen uns als Schule, die sich in besonderer Weise den Herausforderungen der AGENDA 21 verpflichtet fühlt. Für uns spiegelt sich das in folgenden Bereichen des Schullebens wider:

  • Soziales Lernen und Übernahme von Verantwortung
  • Achtsamer Umgang mit Ressourcen und Müllvermeidung
  • Internationale Partnerschaft
  • Einbeziehung von Agendathemen in den Fachunterricht

Soziales Lernen und Übernahme von Verantwortung

Ein Element des sozialen Lernens beginnt für uns in der Übernahme von Verantwortung im Rahmen des Klassenlebens. So gibt es in allen Klassen Ämter/ Dienste oder Funktionen, die es gilt verantwortlich für die Klassengemeinschaft wahrzunehmen.
Darüber hinaus gibt es feste Bereiche, über die die Schüler in die Verantwortung für das Schulleben eingebunden sind:

  • die 6. Klassen gestalten die Einschulung der 5. Klassen
  • ab der 7. Klasse lassen sich Schüler zu Streitschlichtern ausbilden
  • ab der 8. Klasse übernehmen Schüler die Bibliotheksausleihe, die Heftausgabe und Helfen beim Verkauf im Kiosk
  • ab der 9. Klasse engagieren sie sich bei der Hausaufgabenhilfe
  • die 10. Klassen organisieren das Familiensportfest

Ein großer Teil des Kollegiums hat sich im Rahmen des Lions Quest Programms fortgebildet. Auf dieser Grundlage findet in den 5. Klassen ein Sozialkompetenztraining statt mit den Schwerpunkten: Klassenklima, Klassenregeln und Wir- Gefühl. Zusätzlich werden in der Eingangsphase Rituale aufgebaut, wie z.B. Geburtstage feiern, “gute” Taten würdigen, Lernpatenschaften aufbauen.
Der Klassenrat wird in jeder Klasse einmal wöchentlich durchgeführt und ist fest im Stundenplan verankert. Er ist das demokratische Forum der Klasse, in dem zunehmend selbstständig und eigenverantwortlich Konflikte bearbeitet, aber auch Klassenvorhaben geplant werden. In den festen Strukturen des Klassenrates lernen die Schüler mit Hilfe von Regeln die Gesprächsführung und durch die Übernahme von Rollen eine zielgerichtete, lösungsorientierte Diskussion.
Im 10. Jahrgang findet für alle Klassen verbindlich ein dreiwöchiges Sozialpraktikum statt, in denen die Schüler sich in Behinderteneinrichtungen, Krankenhäusern, integrativen Kindergärten, Pflegeeinrichtungen für Demenzkranke und Altersheimen, engagieren. Hierzu findet im 9. Jahrgang eine Projektwoche statt, in der es um Werte in unserer Gesellschaft und um die Auseinandersetzung mit diesen Gruppen unserer Gesellschaft geht. Ziel ist es, die Sozialkompetenzen der Schüler zu fördern und sie anzuregen, durch den direkten Kontakt mit den Menschen in den verschiedenen sozialen Einrichtungen Berührungsängste abzubauen und Verständnis für ihr Anderssein zu entwickeln.

Achtsamer Umgang mit Ressourcen und Müllvermeidung

Seit 1996 nimmt die Schule am Energiesparprogramm des Magistrats teil und hat durch Energiesparmaßnahmen hohe finanzielle Kostenerstattungen bekommen.

Die Gruppe der Agendadetektive erarbeitete ein Müllvermeidungskonzept und führte 2002 die Mülltrennung in der Schule ein. Zudem wurde ein routierender “Mülldienst” eingeführt; Klassen halten wochenweise abwechselnd das Schulgelände und die Pausenhalle sauber.

Internationale Partnerschaft

Seit dem Sommer 2003 baut die SALM ihre Partnerbeziehungen zu der Esizibeni Highschool in Umlazi/ Durban in Südafrika auf. Auf einem sozialen Arbeitstag wurde Geld für die AIDS-Projekte in Umlazi erarbeitet, auf einem weiteren Geld für die Flugtickets einer Schülerdelegation der Esizibeni Highschool. Die Südafrika-Gruppe pflegt den Kontakt mit der Partnerschule und setzt sich mit Themen aus Südafrika auseinander. Im September 2006 flogen unsere Schüler nach Umlazi und lebten dort in den Familien. Eine neue Afrikagruppe aus den 5. bis 7. Jahrgängen hat sich gebildet, 2008 ist ein Besuch der südafrikanischen Schüler an der SALM geplant und 2009 wollen unsere Schüler unsere Partnerschule besuchen.

1.4.2 Binnendifferenzierung

Binnendifferenzierung ist verbindliches und zentrales Prinzip der Unterrichtsgestaltung in allen Jahrgängen. Binnendifferenzierung bedeutet, dass den Schülern unterschiedliche Lernangebote zum jeweiligen Unterrichtsinhalt zur Verfügung stehen. Diese Lernangebote stellen unterschiedliche Anforderungen an die einzelnen Schüler (bzw. Schülergruppen) Sie sollen das jeweilige Leistungsvermögen, die Vorkenntnisse, das Arbeitstempo, spezifische Lernschwierigkeiten berücksichtigen und spezielle Erfahrungen, Neigungen und Interessen ansprechen. Die Lernangebote können sich z.B. in Art und Umfang der zu bearbeitenden Aufgabe, im Schwierigkeitsgrad, durch Art und Umfang der zur Verfügung gestellten Hilfen, durch Grad der dem Schüler zugebilligten und zugetrauten Selbstständigkeit, durch Handlungskompetenz und Selbstbestimmtheit unterscheiden.

Kleinklassenmodell

Zur Unterstützung der Binnendifferenzierung und als deren Rahmen wurden seit Aufbau der Gesamtschule Kleinklassen ca. 20 Schülern eingerichtet, um so den individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler gerecht werden zu können und zu einer stärkeren Individualisierung des Unterrichts zu kommen.
Inzwischen müssen wir in den 5. Klassen bis zu 25 Schüler aufnehmen. Binnendifferenzierung und Individualisierung des Unterrichts wird dadurch erschwert. Deshalb streben wir die Rückkehr zum Kleinklassenmodell an.

Arbeitstechniken und Unterrichtsmethoden

Für die Jahrgänge 5 bis 8 sind bisher schulinterne Fach- und Methodencurricula erarbeitet worden, die sich spiralförmig aufeinander beziehen. In der schulspezifischen Materialsammlung sind Unterrichtseinheiten vorhanden, in denen die vereinbarten Methoden zum Teil schon mit einbezogen sind.
Von Jahr zu Jahr werden die Arbeits- und Lerntechniken weiter ausgefächert und ausgeweitet. Techniken wie z.B. das Anlegen und Führen einer Mappe, Blattaufteilung, Gestaltung eines Lernplakates, das Erstellen einer Mindmap, Referate vorzubereiten und vorzutragen, sinnentnehmendes Lesen, Strukturieren von Texten, Inhalte zusammenzufassen sind grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten, die helfen, komplexe Aufgaben zu lösen.

Leistungsbewertung und Beratung

Um den Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe fließender zu gestalten, knüpfen wir in der 5. Klasse an die notenfreie Grundschule an. Es werden zwar Klassenarbeiten geschrieben, diese sollen aber in erster Linie lernförderlich kommentiert werden, so dass den Schülern ihre individuellen Lernfortschritte mitgeteilt werden und sie so eine positive Unterstützung ihrer Lernleistung erfahren. Entsprechend werden zum Halbjahr keine Ziffernzeugnisse erteilt, sondern es finden verpflichtende Schüler-/Elternberatungen statt, die ein umfassendes Bild über die Lernentwicklung des Schülers vermitteln. Im Dialog mit allen Beteiligten am Lernprozess können Leistungen gewürdigt werden, die sonst in Ziffernzeugnissen nicht zum Tragen kämen. Diese verbindlichen Halbjahresberatungen finden auch im 6. und 7. Jahrgang statt.

Projektlernen im Fachunterricht

Klassenlehrer an der SALM unterrichten einen Großteil ihrer Unterrichtsstunden in ihrer Klasse, in der Regel nicht unter 12 Stunden. Dies ist eine Voraussetzung, um Stunden zu bündeln und so die Möglichkeit zu schaffen, auch mehrere Stunden projektartig an einem Thema zu arbeiten. Ziele des Projektlernens wie Eigenständigkeit, thematische Orientierung, Praxisnähe und Ergebnisorientierung können so erfüllt werden. Bei dieser Form des Arbeitens wird besonderer Wert auf das Gelingen der Gruppenarbeit, den Arbeitsprozess, die Präsentation und die Visualisierung der Arbeitsergebnisse gelegt. Die Bewertung von Gruppenergebnissen wird im Zusammenhang mit den Arbeitsprozessen gesehen. Die kritische Reflexion der eigenen Arbeit und die der Gruppenmitglieder wird systematisch eingeübt. Ebenso lernen die Schüler sich gegenseitig ein konstruktives Feedback zu ihrer Arbeit zu geben.

1.4.3 Äußere Leistungsdifferenzierung

Die vorgenannten Unterrichtsformen und -methoden, die individualisiertes Lernen ermöglichen, sind nach unserer Erfahrung ausgesprochen gut geeignet, der heterogenen Schülerschaft unserer Schule gerecht zu werden. Viele binnendifferenzierende Methoden kommen hinzu. Wir gehen davon aus, dass auf diese Weise der Heterogenität der Schülerschaft besser Rechnung getragen wird und die Klassengemeinschaft gestärkt werden kann. Mit der äußeren Leistungsdifferenzierung beginnen wir erst spät und organisieren sie auf zwei Niveaus. Ab der 7. Klasse wird in Mathematik und Englisch auf zwei Niveaus gearbeitet, dieser Unterricht findet aber innerhalb der Klasse statt. Erst in der 9. Klasse werden die Schüler äußeren Leistungsniveaukursen in den Fächern Englisch, Mathematik, Physik und Chemie zugeordnet. Das Fach Deutsch wird bis zum 10. Jahrgang binnendifferenziert unterrichtet und in zwei Niveaustufen bewertet.

1.4.4 Wahlpflichtunterricht ab Jahrgang 6

Binnendifferenzierung und die entsprechenden individualisierenden Methoden unterstützen die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Der Wahlpflichtbereich ermöglicht es zusätzlich noch, den unterschiedlichen Interessen und Leistungsfähigkeiten der Schüler gerecht zu werden.
Im 6. Jahrgang wird Spanisch oder Französisch als 2. Fremdsprache angeboten. Schüler, die nicht die Fremdsprache wählen, bekommen in diesem Schuljahr zusätzlichen Deutsch- und Mathematikunterricht.
Ab dem 7. Jahrgang entscheiden sich die Schüler für ein zweijähriges Angebot aus einem der unten angegebenen Bereiche und können so individuelle Schwerpunkte für sich setzen. Ausgenommen sind die Schüler, die bereits in der 6. Klasse eine 2. Fremdsprache gewählt haben. Sie führen diese in der Regel bis zur 10. Klasse fort.
WP- Angebote:

  • Natur, Technik und Energie
  • Kunst, Musik und Darstellendes Spiel
  • Hauswirtschaft
  • Informationstechnische Grundbildung
  • 2. Fremdsprache

1.4.5 Integrierte Naturwissenschaften bis Jahrgang 8

Naturwissenschaftliche Grundbildung ist ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für eine lebenslange Auseinandersetzung mit der sich verändernden Welt. Naturwissenschaftliche Grundbildung ermöglicht Schülern auch die Aneignung neuer Wissensbestände in der weiteren schulischen und außerschulischen Ausbildung.
In diesem Unterricht wird den Schülern ermöglicht, naturwissenschaftliche Kompetenzen zu erwerben, d. h. im experimentellen naturwissenschaftlichen Arbeiten selbstständig zu hinterfragen, zu experimentieren, zu schlussfolgern, zu begründen und zu dokumentieren.
An der SALM werden die Fächer Chemie, Physik und Biologie in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 integriert als Naturwissenschaft unterrichtet.
Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 haben in der Regel ein breites Interesse an Phänomenen der natürlichen Welt und an der von Menschen geschaffenen Technik. Diese Phänomene und Zusammenhänge sind so komplex und vielfältig, dass eine ganzheitliche und interdisziplinäre Herangehensweise zu ihrem Verständnis notwendig ist.
Der Unterricht im Fach Naturwissenschaften in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 berücksichtigt diese ganzheitliche Wahrnehmung. Er macht Gemeinsamkeiten der naturwissenschaftlichen Disziplinen und erste Unterscheidungen erfahrbar. Die ausgewählten Themen haben fächerübergreifende Bedeutung und es werden vielfältige interdisziplinäre Zusammenhänge berücksichtigt.

1.4.6 Lebens- und Berufsorientierung

Im Fach Wirtschaft-Arbeit –Technik (WAT) sollen die Schüler auf eine selbstbestimmte und selbstverantwortliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben vorbereitet werden.
Durch die Themen lernen sie sich als wirtschaftlich handelnden Menschen kennen (Haushalt und Konsum, Spannungsfeld: Konsumansprüche – verfügbare Mittel).
Die Vorbereitung auf die Teilnahme an der Berufs- und Arbeitswelt ist der wesent-liche Bestandteil des Unterrichts. In der Jahrgangsstufe 6 ist die Teilnahme am „Girls‘ day“ die erste direkte Begegnung mit der Arbeitswelt.
In der Jahrgangsstufe 7 werden durch Erkundungen im Stadtteil und Hafen/Fischereihafen Betriebe und Berufe in das Blickfeld der Schüler gebracht. Eine Grundausbildung in Informatik ist für alle Schüler in diesem Jahrgang obligatorisch. In der 8. Jahrgangsstufe findet das erste Betriebspraktikum (zwei Wochen) statt. Die Schüler erleben die Arbeitswelt und erfahren sich in außerschulischen Zusammenhängen. Durch Vor- und Nachbereitung des Betriebspraktikums werden Arbeit und Unternehmen reflektiert.
Die 9. Jahrgangsstufe bereitet auf die Ausbildungsplatzsuche und Bewerbung vor. Besuche im BIZ, externes Bewerbungstraining und Wochenseminare unterstützen das Erkennen der eigenen Stärken für eine Berufswahlentscheidung. Das zweite Betriebspraktikum (drei Wochen) entwickelt sich in einigen Fällen als Vorbereitung für ein späteres Ausbildungsverhältnis. Im Werkstatttag (LSH, GLA, KLA) werden weitere Profile der eigenen Fertigkeiten ermöglicht.
In der 10. Jahrgangsstufe stehen Themen im Bereich der Übergänge in weiterführende Bildungs- oder Ausbildungssysteme im Mittelpunkt.
Neben der Vermittlung elementarer Lern- und Arbeitstechniken werden Methoden, die die Selbstständigkeit und Eigeninitiative sowie Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft fördern, angewandt.

1.4.7 Informationstechnische Grundbildung

Die Schule verfügt derzeit über zwei moderne und hochwertig ausgestattete Computerräume, jeweils mit lokalem Netzwerk und Internet-Anschluss. Zusätzlich existiert eine Medienecke für Halbgruppen und ein Laptoppool mit Wireless LAN. Jeder Klassenraum besitzt zusätzlich einen eigenen Netzwerkzugang für maximal zwei Computer.
In der Informationstechnischen Grundbildung (ITG) sollen laut Richtlinien alle Schüler bis zum Ende des 10. Jahrgangs eine Einführung in die Benutzung des Computers erhalten. Im Pflichtfach Wirtschaft-Arbeit-Technik erwerben alle Schüler im 7. Schuljahr eine Grundkompetenz für den sinnvollen Umgang mit dem PC, diese wird in den folgenden Jahren kontinuierlich erweitert.
Weiterhin werden für alle Schüler im Nachmittagsbereich Kurse zum Erstellen von Internetseiten, und zum Erwerb des Europäischen Computerpasses (Xpert Europäischer Computer Pass) mit anschließender Prüfung bei der Angestelltenkammer angeboten.
Im Wahlpflichtfach Informationstechnische Bildung (ITB) werden vom 7. bis 10. Jahrgang weiterführende Themen behandelt. Schwerpunkte sind z. B. das Internet, Büroanwendungen, Multimedia, Präsentationen, Robotik und Programmierung. Zum Einsatz kommen dabei folgende Programme: MS-Office ( Word, Excel,
Powerpoint, Frontpage), Mediator, Flash, Dreamweaver, Open Mind, Photoshop, Robolap (Lego Robotik), HTML, Autocad und Visual Basic.

1. 5 Beteiligung und Kommunikation

Mitteilungen über wichtige Ereignisse und Termine bekommen die Eltern unserer Schule über ein Infoblatt, das alle drei Monate herausgegeben wird. Einmal im Jahr gibt es einen Elternsprechtag und darüber hinaus die Halbjahresberatung für die 5. – 7. Jahrgänge.
Der Elternbeirat wird drei bis viermal pro Jahr einberufen, um über aktuelle Themen zu beraten. Klassenlehrer unserer Schule pflegen einen engen Kontakt zu „ihren“ Eltern; diese wissen es sehr zu schätzen, über wichtige Vorkommnisse in der Schule informiert zu werden.
Die Schüler haben zunächst einmal im Klassenrat ihr demokratisches Forum, aber auch im Zusammenschluss der Klassensprecher und der Jahrgangssprecher. Die Schulsprecher nehmen regelmäßig an den Gesamtkonferenzen teil und haben dort ihren festen Tagesordnungspunkt.

Die Jahrgangsteams sind für die Lehrer eine der wichtigsten Beratungsgremien. Hier treffen sich regelmäßig die Klassenlehrer eines Jahrgangs, informieren sich über Termine oder Vorhaben, besprechen Probleme in den Klassen, planen gemeinsame Aktionen oder Projekte und pädagogische Grundlagen für ihre Arbeit im jeweiligen Jahrgang.

In der pädagogischen Arbeitsgruppe treffen jeweils ein Vertreter des Jahrgangs und die Schulleitung zusammen. Hier werden jahrgangsübergreifende Themen oder Probleme aus den Jahrgängen diskutiert und Vorschläge für die Gesamtkonferenz erarbeitet.

1.6 Schulleben und Schulklima

Die Schule kooperiert seit vielen Jahren mit außerschulischen Partnern. Kooperationspartner im unmittelbaren Umfeld der Schule ist die Kirchengemeinde und das Eine Welt Zentrum, mit denen auch das Afrikaprojekt eng zusammenarbeitet. Sportvereine nutzen die Schule am Abend und der Karnevalsverein trainiert die Funkenmariechen am Nachmittag in den Räumen der Schule.
Mit der benachbarten Marktschule wird zur Zeit eine engere Kooperation aufgebaut. Im Nachmittagsbereich finden bereits Kurse gemeinsam statt. Die Ganztagsschulteams der beiden Schulen treffen sich regelmäßig.
Zwei Industriebetriebe (Ludolph und Frosta) sind unsere Partnerunternehmen, mit denen überwiegend im WAT-Bereich Projekte durchgeführt werden.
Im Sportbereich finden traditionell Schulwettkämpfe für jeweils zwei Jahrgangsstufen vor den Ferien statt: 5./6. Jahrgang Handball und Basketball, 7./8. Fußball, 9./10. Fußball. Auch bei Stadtwettkämpfen ist die Schule vertreten.
Mit dem Schuljahr 2007/08 wird die SALM sportbetonte Schule mit dem Schwerpunkt Fußball. Schüler, die bereits in der Grundschule als besonders talentiert gesichtet wurden, werden ab der 5. Klasse durch verstärkten “Fußballunterricht” zusätzlich gefördert.
Für uns sind Klassenfahrten ein wichtiges Element im Schulleben. Wir schätzen hierbei die sozialen Erfahrungen und die Stärkung der sozialen Kompetenzen sehr hoch ein. Das Gemeinschaftsgefühl der Klasse wird durch solche Fahrten nachhaltig gestärkt.
Ebenso wird durch die regelmäßig stattfindenden Schuldiscos, die eine sehr große Anziehungskraft weit über die Schule hinaus genießen, die Identifizierung mit der Schule unterstützt.

Einmal im Jahr findet ein Familiensportfest statt, das von den Schülern der 10. Klassen organisiert wird. Schülerinnen und Schüler haben dort die Möglichkeit zusammen mit ihren Eltern bei verschiedenen Stationen auf spielerische Art ihre Fitnes zu testen und sich anschließend bei Kaffee und Kuchen mit anderen Eltern zu treffen.
Auch der Weihnachtsbasar ist fester Bestandteil des Schullebens.

1. 7 Ganztagsschule

Der Ganztagsbetrieb der SALM startete im Februar 2007 in offener Form von montags bis donnerstags zwischen 13.45 und 16.15 Uhr. Für die 50 Kurse meldeten sich 259 Schüler an.

Das Personal des Ganztagsbereichs umfasst sozialpädagogische Mitarbeiter, Küchenkräfte und Honorarkräfte.
Durch Einbindung von Förderzielen, zusätzlichen Lernmöglichkeiten und Freizeitangeboten werden im Ganztagskonzept der Schule Am Leher Markt umfassende Bildungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler eröffnet. Geleitet werden die unterrichtsnahen Kurse von Referendaren, Lehramtsstudenten und Schülern der Gymnasialen Oberstufe.
Die Übungsleiter im Sportbereich besitzen alle eine Trainerlizenz und arbeiten seit Jahren im Jugendbereich. Eine Ausweitung des Sportangebotes im nächsten Schuljahr ist geplant.
Neben Freizeitangeboten wie z. B. Zaubern, Kochen und Kreativwerkstatt sind auch naturwissenschaftliche Kurse wie „Lebensraum Wasser“ und „Jugend forscht“ wichtige Eckpfeiler des Ganztagsschulangebots.
Bevor die Schüler die angewählten Kurse besuchen, können sie von 12.50 Uhr bis 14.00 Uhr ein Mittagessen zu sich nehmen.
Kooperationen finden mit öffentlichen Einrichtungen und Sportvereinen statt: Marktschule, Dionysiuskirche Lehe, Kulturinsel, „Eisbären Bremerhaven“, „Fishtown Pinguins“ und OSC Bremerhaven.
Der Ganztagsschulbetrieb öffnet die Schule durch diese vielfältige Kooperationen zum Stadtteil. So soll ein friedliches Miteinander aller Nationalitäten, Religionen sowie Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft im Stadtteil Lehe unterstützt werden.
Vier Kooperationsprojekte (Eishockey, Fußball, Basketball und Kochen) können von den Viert- und Fünftklässlern beider Schulen gemeinsam angewählt werden.

Schule mit sportlichem Profil: Fußball

Die Schüler in diesem Projekt verfügen über gehobene fußballerische Fähigkeiten. Neben dem Spaß am Fußball sollte auch der Ehrgeiz vorhanden sein, sich fußballerisch weiterzuentwickeln.
Das Konzept setzt in der 5. Klasse an und ist auf vier Jahre bis zur 8. Klasse angelegt.
Die Schüler werden neben dem Vereinstraining ein weiteres zusätzliches Training auf höherem Niveau erhalten.
Der Fußballunterricht findet zweimal wöchentlich statt, davon einmal am Vormittag.

 

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