Oberschule | offene Ganztagsschule

Hinweise zur Schulpflicht im Land Bremen

Den folgenden Brief des Schulamtes an alle Eltern/Erziehungsberechtigte gibt es auch in folgenden Sprachen zum Herunterladen:

Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte,

alle Kinder, die in Bremerhaven eine Schule besuchen unterliegen der Schulpflicht nach § 55 Bremisches Schulgesetz. Die Schulpflicht gilt auch für die Corona Situation, in der in der Schule nur in eingeschränktem Umfang Präsenzangebote stattfinden können. Die Schulpflicht umfasst derzeit sowohl den Präsenzunterricht in den Schulen, das Lernen zu Hause als auch weitere verbindliche Veranstaltungen der Schule.  

Schülerinnen und Schüler, die einer Risikogruppe angehören oder die aufgrund einer Beeinträchtigung die Hygiene- und Abstandsregelungen nicht einhalten können, können sich von der Teilnahme an dem Präsenzunterricht befreien lassen. Dies gilt auch für Kinder, die in einem Haushalt mit Angehörigen leben, die zu einer Risikogruppe gehören. Eine ärztliche Bescheinigung ist nicht erforderlich, jedoch eine schriftliche Mitteilung der Sorgeberechtigten an die Schule. Die Befreiung vom Präsenzunterricht ist keine Befreiung von der Schulpflicht. Ihr Kind nimmt dann am Lernen zu Hause teil. Es bearbeitet zu Hause die Aufgaben, die Ihr Kind von der Schule bekommt.  

Bitte beachten Sie zudem: Eine Genehmigung zum vorzeitigen Beginn der Ferien oder zur Verlängerung der Ferien wird grundsätzlich nicht erteilt. Diese Regelung gilt für alle Schulferien im Schuljahr 2020/2021. Sie gilt auch für die Sommerferien 2020.

Fehlzeiten aufgrund von Krankheit an Schultagen in direkter Verbindung mit den Schulferien sind grundsätzlich durch ein ärztliches Attest zu entschuldigen. Dies gilt bereits ab einem Schultag vor oder nach den Schulferien. Von den Eltern handschriftlich verfasste Entschuldigungen werden für diese Zeiträume nicht akzeptiert.

Bleiben Ihre Kinder unerlaubt der Schule fern, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit nach § 65 Bremisches Schulgesetz.

Diese Ordnungswidrigkeit wird mit einem Bußgeld geahndet. Das Bußgeld wird abhängig vom Sachverhalt festgesetzt. Es orientiert sich an dem Kindergeldsatz in Höhe von zurzeit 204,00 €.

Wir bitten um Beachtung.        

Schulamt Bremerhaven, 05.06.2020

Neue Informationen vom Schulamt: Wer ist vom Unterricht in der Schule befreit und wie werden die Leistungen beurteilt?

Befreiung von der Teilnahme am Lernen in der Schule

Von der Teilnahme am Lernen in der Schule können befreit werden

  • Schülerinnen mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem
  • Schülerinnen mit Beeinträchtigungen, bei denen aus medizinischer Sicht eine Präsenz in der Schule nicht geraten ist.
  • Schüler*innen, die mit einer Person, die zu einer Risikogruppe gehört, im selben Haushalt lebt.

Es genügt eine schriftliche Anzeige bei der Schulleitung. Ein Attest ist nicht notwendig.

Schüler*innen, die zur Risikogruppe gehören bzw. mit Personen aus Risikogruppen in einem Haushalt leben, und nicht am Lernen in der Schule teilnehmen, nehmen weiterhin am Lernen Zuhause teil.

Leistungsbeurteilung

Grundsätzlich gilt für allgemeinbildende Schulen:

  1. Leistungen, die bis zum 13.03.2020 in Phase I erbracht wurden, fließen vollständig in die Jahresleistung bzw. Halbjahresleitung ein.
  2. Leistungen aus Phase II fließen in die Bewertung ein, wenn sie sich positiv auf das individuelle Leistungsbild auswirken.
  3. In Phase III ist die Leistungsbewertung an eine Leistungserbringung im Zusammenhang mit Präsenzunterricht und an eine Begleitung des Lernens zu Hause durch die jeweilige Lehrkraft gebunden. 
Phase I:Leistungen, die vor dem Aussetzen des Unterrichtsbetriebs am 16.03.2020 erbracht wurden
Phase II:Leistungen, die während der Einstellung des Unterrichtsbetriebes erbracht wurden 
Phase III:Leistungen, die nach der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts erbracht werden, ab dem 27.04.2020 (10. Jahrgangsstufe und Prüfungsklassen der Berufsbildenden Schulen) bzw. ab dem 04.05.2020 (Q1 und 4. Jahrgangsstufe) sowie ab dem 04.05.2020 für Schülerinnen und Schüler, die an Unterstützungsangeboten der Schule teilnehmen.

Für Schülerinnen und Schüler, die zu Risikogruppen gehören und deshalb Präsenzphasen nicht uneingeschränkt wahrnehmen können, werden durch die Schulleitung individuelle Regelungen getroffen, um Leistungserbringung und Leistungsrückmeldungen in geeignetem Setting zu ermöglichen.

Jahrgangsstufe 10

In der Sekundarstufe I der Oberschulen erfolgt derzeit die Prüfungsvorbereitung bis zum ersten schriftlichen Prüfungstermin mit 8 Präsenzstunden pro Woche. Vorgesehen ist dabei, den Schwerpunkt auf die Fächer der schriftlichen Prüfung mit je 2 Stunden zu legen, sowie ein weiteres prüfungsvorbereitendes Angebot im Hinblick auf die mündlichen Prüfungen zu schaffen. Die Präsenzphasen werden mit begleitetem Lernen zu Hause verknüpft.

Der prüfungsvorbereitende Unterricht in den Fächern der schriftlichen Prüfung sowie im weiteren Fach (dem voraussichtlichen mündlichen Prüfungsfach) wird regulär bewertet. Die Bewertung fließt in die in der Jahrgangsstufe 10 erbrachten unterrichtlichen Leistungen (Jahresnote) ein.

Wenn sowohl schriftliche als auch mündliche Prüfungen abgeschlossen sind, findet grundsätzlich kein Unterricht mehr statt.

Nach § 8 Abs. 3 Prüfungsverordnung sind zusätzliche mündliche Prüfungen in den Fächern der schriftlichen Prüfung anzusetzen, wenn durch die Note der Prüfungsleistung das Bestehen der Prüfung gefährdet ist. Der prüfungsvorbereitende Unterricht in diesen Fächern bis zur jeweiligen Zusatzprüfung wird wegen des Gebots der Gleichbehandlung nicht bewertet. Bewertet wird nur die Prüfungsleistung.

Nach § 8 Abs. 4 Prüfungsverordnung sind mündliche Prüfungen in bis zu zwei Fächern durchzuführen, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung sind, wenn durch die unterrichtliche Leistung in diesen Fächern die Abschlussvergabe (im Hinblick auf die Bildungsgangsprognose) gefährdet ist. Der prüfungsvorbereitende Unterricht in diesen zusätzlichen mündlichen Prüfungsfächern bis zur jeweiligen Prüfung wird wegen des Gebots der Gleichbehandlung nicht bewertet. Bewertet wird nur die Prüfungsleistung.

Leistungen im Ergebnis des Lernens zu Hause bis zum 03.05.2020 (Phase II) können in die in der Jahrgangsstufe 10 erbrachten unterrichtlichen Leistungen (Jahresnote) einfließen, wenn sie sich positiv auf die Note auswirken.

Alle anderen Jahrgänge

Für die Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I, die derzeit noch nicht in Präsenzphasen einbezogen sind, gilt, dass Leistungen, die die Schülerinnen und Schüler in Phase II zu Hause erbracht haben und die positive Arbeitsergebnisse, erkennbare Anstrengungen und eine positive Arbeitshaltung zeigen, in die Bewertung der Leistung und des Arbeitsverhaltens einbezogen werden. Leistungen, die in Phase III erbracht werden, sind an eine entsprechende Lernbegleitung gebunden und werden in die Bewertung einbezogen, wenn sie im einsetzenden Präsenzunterricht oder im Rahmen eines Unterstützungsangebotes von einer Lehrkraft überprüft werden.

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